Man nennt mich Jenny und das seit 25 Jahren.

Viele Jahre lang war ich für meinem Besitzer als "Sportgerät" von Nutzen. 

Ich war zwar nicht die weltbeste Traberstute, aber habe "meinem" Menschen immer treu gedient. Als ich langsam in die Jahre kam war ich wohl nicht mehr "schick" genug und wurde für meinen Besitzer nutzlos.

Auf den Gedanken das ich doch nicht einfach ein abgenutztes Sportgerät bin, welches man achtlos wegwirft kam er nicht. Der Klepper hatte eben seine Schuldigkeit getan. Sein Frust indessen wuchs und er beschloss, mich zu entsorgen.

Um noch maximal Geld zu machen, bot er mich auf den einschlägigen Seiten als gesundes Reitpferd an. Und es fand sich auch eine Käuferin, die bereit war, viel Geld zu zahlen. So fand ich Unterkunft auf einem Reiterhof in der Nähe Berlins.

Doch wie das Schicksal es will, erkrankte meine neue Besitzerin an Krebs und konnte sich nicht mehr regelmäßig um mich kümmern.

Um Kosten zu sparen stellte man mich mutterselenallein auf einer einsamen kleien Koppel im Berliner Umland ab. Der Mann der sich um mich kümmern sollte mochte mich nicht besonders und schlug mir immer auf den Kopf. So scheue ich heute noch wenn jemand auch nur seine Hand hebt.

Nach zwei Jahren verstarb meine Besitzerin. In Erahnung ihres Hinscheidens hatte sie zuvor ihrer „besten Freundin“ das Versprechen abgerungen, sich um mich liebevoll zu kümmern. Um meine Pflege abzusichern, vererbte sie dieser Frau ihr gesamtes Vermögen in Höhe einer sechsstelligen Summe.

Das liebevolle Kümmern ging aber nach hinten los. Kaum im Besitz der großen Erbschaft, dachte diese gar nicht daran, ihre Zusage einzuhalten, sondern erkundigte sich raffgierig nach Abdeckereien in der Umgebung Berlins. Dort sollte also mein Leben in einer Roßschlächterei enden.

Zum Glück für mich machte sie ihre Suche aber so öffentlich, dass auch Tierschützer davon erfuhren.

Und die handelten sofort und holten mich auf den Tiergnadenhof in Nauen. Nun lebe ich also seit einiger Zeit mit eigenem Stall, freiem Auslauf und bestem Futter auf dem  Gelände des Gnadenhofes, bin glücklich und zufrieden.

Ich werde nicht mehr schamlos ausgenutzt, sondern erfahre hier liebevolle Zuwendung. Ich muss nichts machen, keiner hegt irgendwelche Erwartungen an mich. Ich kann einfach ich selbst sein.

Mein bester Freund ist inzwischen das Rind Bully, welches ebenfalls dem Schlachter entkommen ist auch mit den andern Pferden hier verstehe ich mich, jedoch bin ich mehr in den stattlichen Bully verliebt.

Damit ich aber wirklich sorgenfrei bis ans Ende meiner Tage hier bleiben kann benötige ich dringend eure Hilfe. Der Tiergnadenhof ist auf tierliebe Menschen wie euch angewiesen um die Kosten für Verpflegung und Unterbringung abdecken zu können. Darum hoffe ich unter euch einige Menschen zu finden die eine Patenschaft für mich übernehmen könnten.

Liebe Tierfreunde

Für nur 8 Euro am Tag sind die Kosten für Futter, Unterbringung und Pflege abgedeckt. Sofern sich also 30 Paten finden die jeder 8 Euro geben wäre Jennys Leben hier dauerhaft abgesichert. Bitte helft uns dabei und lasst uns in dieser Situation nicht allein. In den letzen Monaten ist die Spendenbereitschaft offenbar wegen der Flüchtlingskrise sehr zurückgegangen. Bitte vergesst also bei all dem die Tiere nicht! Sie können sich allein nicht helfen!

 Bitte hilf auch du und sei der oder die nächste Patin für Jenny!