Ich bin Merlin, ein Pony-Hengst und schon etwa 15 Jahre alt.

Ob ich auch in einem Zirkus geboren wurde weiß ich nicht, aber aufgewachsen bin ich in einem dieser kleinen Wanderzirkusse, die von Ort zu Ort durch die Lande ziehen.

Dort waren die Ställe in den Transportwagen viel zu eng und schmutzig; das Stroh war oft schon Wochen drin und ausgemistet wurde selten; alle Tiere wurden ständig angebrüllt und geschlagen.

Das Futter, meist nur altes dreckiges Heu, war angefault und Wasser gab es auf den oft langen Transporten überhaupt nicht.  Natürlich sollte auch ich abgerichtet werden, um in den Vorstellungen die unsinnigsten Kunststücke vorzuführen, die überhaupt nicht meinem Naturell als Fluchttier und meinem Charakter entsprechen, aber schnelles Geld bringen sollten.

Hauptmethode beim Abrichten war Prügel mit Stock, Peitsche, Eisenstange – auch wenn es maaaal ein Stück Zucker gab. Schläge, Schläge und nochmals Schläge – das habe ich mir irgendwann nicht mehr gefallen lassen und wurde mit zunehmenden Alter immer bockiger, widerspenstiger und aggressiver.

Den beiden Herren Dresseuren (mehr Artisten gab es in diesem Laden nicht) gefiel das auf Dauer natürlich gar nicht. Zunächst ließen sie mich in Ruhe, weil sie nicht wussten, was sie mit mir machen sollten, hatten dann aber eine für mich perverse Idee:

Damit sie aus mir noch etwas Geld schlagen konnten, sollte ich an die Tiger und eines anderen befreundeten Zirkus verfüttert werden. Über Umwege erfuhren aber tierliebe Menschen von diesen Plänen und den Zuständen, unter denen alle Tiere hier leben mussten.

Und so wurde ich befreit und kam ich auf den Tiergnadenhof in Nauen. Dort war alles für mich völlig neu und unbekannt wie Untersuchungen durch den Tierarzt, riesiger Auslauf, großer Stall, ständig Zugang zu Wasser, ein Klasse Futter und vor allem keine Schläge!

Dieses Paradies ist für mich bis heute unfassbar. Daher bin ich bis heute misstrauisch, ob mir meine jetzige Welt nicht wieder weggenommen wird. Deshalb lasse ich auch nur meine Pflegerin an mich heran; allen anderen, vor allem Männern, vertraue ich nicht.

Aber ich weiss auch, dass mein Paradies nicht umsonst ist, sondern täglich Geld kostet. Und daher suche ich dringend einen oder mehrere Paten/innen, die dem Tiergnadenhof helfen, mein Paradies zu erhalten. Bitte unterstützt mich indem Ihr eine Patenschaft für mich abschließt und damit sicherstellt das ich für den Rest meines Lebens hierbleiben darf!

 Liebe Tierfreunde

Für nur 8 Euro am Tag sind die Kosten für Futter, Unterbringung und Pflege abgedeckt. Sofern sich also 30 Paten finden die jeder 8 Euro geben wäre Merlins Leben hier dauerhaft abgesichert. Bitte helft uns dabei und lasst und in dieser Situation nicht allein. In den letzen Monaten ist die Spendenbereitschaft offenbar wegen der Flüchtlingskrise sehr zurückgegangen. Bitte vergesst also bei all dem die Tiere nicht! Sie können sich allein nicht helfen!